Rebellischer Kiezspaziergang 29.09.2019

Vielen Dank an alle, die trotz des miesen Wetters am vergangenen Sonntag an unserem Kiezspaziergang im Rahmen der Tage teilgenommen haben!

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Save the date: rebellischer Kiezspaziergang und Demo am 29.09.2018

Am 29.09.2018 veranstalten wir im Rahmen der TuMalWat-Aktionstage einen Kiezspaziergang in Rixdorf. Los gehts um 16 Uhr an der Brache (Braunschweigerstrasse 21). Wir wollen gemeinsam umliegende Neubauprojekte besuchen, mit anderen aktiven Initiativen sprechen und über die desaströse Mietensituation in Berlin informieren und diskutieren. Anschließend gehts ab 18 Uhr weiter mit einer Kundgebung, Küfa und Filmscreening am Böhmischen Platz.

Wir freuen uns riesig bei der Kundgebung den Film “Parko” zu zeigen, eine Dokumentation über einen besetzten Parkplatz, der 2008 mitten im Zentrum von Athen von einer Gruppe von Anwohner*innen in einen Gemeinschafsgarten umgewandelt wurde. Es geht um Selbsorganisation und eine Stadt von unten!

Kommt vorbei und schöpft mit uns zusammen Energie den Kampf hier vor Ort weiterzuführen!

Für eine Stadt von unten! Für bezahlbare Mieten! Gegen den Ausverkauf der Stadt!

Ausschnitt aus “Parko” 2008

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Die Stadt den Menschen, nicht dem Profit!

Flugblatt zur aktuellen Recherche vom 28.08.2019

Bereits seit Ende April diesen Jahres haben Nachbar*innen die Brachfläche an der Braunschweiger Str. 21 Stück für Stück in einen sozialen Treffpunkt und Nachbarschaftsgarten umgewandelt und die Intitiative DaWoEdekaMaWa gegründet. Mit dieser konkreten wie gebrauchswertigen Aneignungen stellten sie sich gegen das Neubauprojekt „Micro-Living“. Dieses sieht vor 149 hochwertig möbilierte Ein- bis Dreiraum-Eigentumswohnungen zu errichten, was die Nachbarschaft weiter aufwertet und die Mieten weiter steigen lässt.

“Microliving” für Makro-Brieftaschen

Ende Juni ließ der Eigentümer den Nachbarschaftssgarten unter Einsatz von Polizeigewalt räumen und das Gelände umzäunen. Unzählige Beete, diverse Bauten, Wassertonnen, Gerätschaften, die Arbeit von mehreren Wochen wurde zerstört. Doch unsere Wut und unser Widerstand bleiben! Und dieser richtet sich gegen eine nach wie vor neoliberal ausgerichtete Stadtentwicklung, in der fast ausschließlich teure Miet- oder Eigentumswohnungen im Neubau errichtet werden. Bezahlbare Wohnungen für ärmere Menschen sind kaum vorgesehen.

Beispiel „Microliving“: Die Kaufpreise der Wohnungen beginnen ab 6.000,00 € /m² bzw. 170.000 € bei 28 qm. Solcherart Kleinstwohnungen werden angesichts weiter steigender spekulativer Bodenpreise derzeit als das vielversprechendste Renditemodell beworben. Es sieht vor, die Wohnungen kurzzeitig an Facharbeitskräfte, zum Beispiel der Tech- und Start-up-Ökonomie und an Studierende aus betuchtem Elternhaus zu vermieten. Auch an vielen anderen Orten der Stadt wird derart investiert. Für „Micro-Living“ wird in einem Finanzierungsprospekt ein Mietpreis von knapp unter 20,00 €/qm empfohlen.

560 %  Wertsteigerung innerhalb von vier Jahren

Eigentümerin der Fläche ist die Myn 3. Vermögensverwaltung GmbH mit Siegfried Nehls als Geschäftsführer. Sie gehört zu einem weit verzweigten Firmennetz der SANUS AG, mit ebenfalls Siegfried Nehls als Gründer und Vorstandsmitglied. 2013 wurde das Grundstück der Braunschweigerstrasse 21 für 1,625 Mio. € von der luxemburgischen Property Trust Berlin 1 Sarl, einer Investmentfirma der Versicherungsgesellschaft AXA, an die Sedlmayr Investa Immobilien GmbH verkauft. 2017 erwarb es dann die Myn 3. Vermögensverwaltung GmbH für 9,1 Millionen €. Das entspricht einer irrwitzigen Wertsteigerung von 560 % innerhalb von vier Jahren.

Registriert ist die Eigentümergesellschaft im inzwischen berüchtigten Gewerbesteuerparadies Zossen in der Baruther Str. 20/21. Auch DaWoEdekaMaWa war gemeinsam mit Unterstützer*innen der von Räumung bedrohten Kiezkneipe Meuterei vor Ort. Die SANUS AG ist vor allem im hochpreisigen Neubausegment tätig. So hat sie auch das vielfach kritisierte Luxus-Neubau-Projekt in der Rigaer Straße 18/19 fertiggestellt. Ebenfalls Aufsehen erweckte ihr Erwerb der Köpi, einem linken Hausprojekt in der Köpenicker Straße. Und die Käufer von Neubauwohnungen in der Torstraße 224/228 stehen vor dem Verlust ihres Investments – die Baustelle steht still und die ausführende Firma mutmaßlich kurz vor der Insolvenz. In diesem wie in weiteren Fällen soll sich die SANUS AG auf Kosten von 900 Kleinanleger*innen eines Immobilienfonds bereichert haben. Außerdem taucht Nehls persönlich immer wieder in den Schlagzeilen auf. Seit August 2015 soll er wegen Urkundenfälschung und dem Missbrauch von Titeln vor Gericht angeklagt sein.

Unsere existenziellen Grundbedürfnisse nach sicherem und bezahlbarem Wohnraum dürfen nicht weiter Spielball von Eigentums- und Verwertungsinteressen sein! Es braucht weiter den Druck der Straße, die Arbeit der Basisorganisationen und Initiativen hier und den anderen Stadtteilen. Bauen wir die solidarischen Stadtstrukturen von unten auf, organisieren wir das gesellschaftliche Gemeingut!

DaWoEdekaMaWa

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BVV-Sitzung

DaWoEdekaMaWa bei der BVV-Neukölln am 28.08.2019

DaWoEdekaMaWa goes Bezirkspolitik. Am Mittwoch den 28.08.2019 waren wir zusammen mit #Weiganduferretten für eine Kundgebung vor dem Rathaus und haben anschließend Fragen an die Bezirkspolitiker_innen der BVV-Neukölln gestellt, um endlich mal konkrete Antworten zu dem Bauvorhaben der Braunschweigerstrasse 21 zu bekommen.

Wir wollten wissen, wann und auf welcher rechtlichen Grundlage die Baugenehmigung für das Grundstück der Braunschweigerstrasse 21 erteilt wurde und woraus sich die Verhandlungssituation (dort u.A. eine Kita einzuplanen) ergab. Baustadtrat Biedermann antwortete, dass die Baugenehmigung nach geltendem Recht am 30.11.2017 und am 26.02.2018 eine Nachtragsgenehmigung gemäß § 63 Bauordnung von Berlin erteilt wurde. Da es sich um Nachverdichtung handelt “besteht im Grunde nach Baurecht. Daher konnte die Baugenehmigung auch nicht an entsprechende Bedingungen geknüpft werden.” so Biedermann. Wir sind der Meinung, dass es auch für nachverdichtenden und lückenschliessenden Neubau Richtlinien geben muss, die den Quadratmeterpreis und die Größe der Wohnungen regulieren. Es ist die Aufgabe der Politik Strukturen zu schaffen, die eine Aufwertung und eine miteingehenden Verdrängung von Anwohner_innen verhindern und nicht profitorientierten Immobilienkonzernen in die Hände spielen!

“Nach den vorliegenden Wohnungsgrundrissen entstehen 91 Ein-Zimmerwohnungen, 52 Zwei-Zimmerwohnungen und 6 Drei-Zimmerwohnungen. Die Wohnflächen variieren zwischen 24 m² und 100 m²” so Biedermann. Wir dürfen also gespannt sein auf 91 Micro-appartments für “Ärzte, Führungskräfte und Studenten” aus betuchtem Elternhaus (siehe Exposé Welthaus) und vermutlich 6 Penthouse-Wohnungen für die Top-Verdiener unter diesen Ärzt_innen und Führungskräften. Wo bleibt hier eine soziale Wohnungspolitik, die die Interessen von Geringverdienden vertritt?!

Und nochmals erklärt Biedermann zuletzt, dass er und der Bezirk nichts unternehmen werden, um den Bau der Microappartments zu verhindern. So wird einfach immer weiter zugeschaut, wie das Profitinteresse weniger über die Wohn- und Lebensbedingung vieler entscheidet.

Deswegen ist es umso wichtiger hier nicht aufzugeben und weiter für eine Stadt von unten und eine Politik der Betroffenen zu kämfen! Für uns heisst es also weitermachen: Überlassen wir die Stadt nicht dem Profit!

Die Häuser denen die drin wohnen!

“Micro-Appartments” Verhindern!

Kundgebung am 28.08.2019 vor dem Rathaus zusammen mit #Weiganduferretten

Kundgebung am 28.08.2019 vor dem Rathaus zusammen mit #Weiganduferretten

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Cornern #5

Cornern #5, DaWoEdekaMaWa am 04.08.2019

Sonntag Nachmittag ist Brachen-Zeit. Heute wieder mit Kasperle, der den “König der Microappartments” sucht. Denn noch immer ist unbekannt, wer eigentlich Eigentümer_in unserer Brache – der Braunschweigerstrasse 21 – ist . Obwohl seit Mai diesen Jahres ein öffentliches Interesse besteht, wird diese_r seitens der Verwaltung nicht bekannt gegeben. Was ist da los, Neukölln? Mieter_innen und Anwohner_innen haben ein Recht darauf zu erfahren, wer mit ihrer Nachbarschaft spekuliert!

Wir treffen uns weiterhin jeden Sonntag ab 17 Uhr zum kennenlernen und vernetzten. Alle sind herzlich eingeladen vorbei zu kommen! Wie heute zum “Samenwerfen” und Aussicht über den Zaun genießen.

Hinter der Mauer beginnt die Freiheit!

 

 

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Cornern #4

Cornern #4 an der Brache, 28.07.2019

Wie jeden Sonntag ab 17 Uhr kamen auch letzte Woche zahlreiche Interessierte zusammen, um an unserer Brache zu cornern. Diesesmal mit Live Musik und Kasperletheater!

 

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Einladung: Reise in eine parasitäre Perspektive auf Stadt

Kollektiv Raumstation, Kunstblock and beyond,  DaWodEdekaMaWa und Penthaus à la Parasit laden zu einem Abend mit Spaziergang, Aufstieg aufs Dach und Diskussion über (parasitäre) Aneignungsstrategien ein.

Kommt vorbei, bringt Picknickdecke, was warmes zum Anziehen und Neugier mit!

 

Wann: Dienstag den 9. Juli – 20.30 h

Wo: Start: Böhmischer Platz – genauere Infos nach Anmeldung.  Ende: Auf einem Neuköllner Dach.

¡Bitte um Anmeldung da limitierte Teilnehmer*innenzahl von 25 Personen!

Unter: penthaus_a_la_parasit@posteo.de

 

>>>Was hat ein Parasit mit Aneignung zu tun?

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Cornern an der Edeka-Brache

Cornern mit Weitblick und Stehleitern am Sonntag 07.07.2019

Letzte Woche wurde eine Mauer aufgestellt, die uns die Sicht auf unsere Brache nehmen soll. Aber wir wissen: hinter dem Bauzaun beginnt das Land der Freiheit! Schön dass so viele da waren und mit uns die Braune Mauer zum Leben erweckt haben!

Die Wand wurde dekoriert:

 

Man konnte mal einen Blick rüberwerfen:

Und es gab einen Hau-den Nagel-Wettbewerb!

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DaWoEdekaMaWa auf der Demo in Zossen

Am 6. Juli war DaWoEdekaMaWa auf der Demo in Zossen. Zwischen 40 und 50 Berliner demonstrierten am Samstagnachmittag in Zossen, weil sie ihre Szene-Kneipe „Meuterei“ in der Reichenberger Straße in Kreuzberg nicht aufgeben wollen. Der Eigentümer, die Firma Zelos Properties, hatte Ende Mai den Mietvertrag nicht verlängert. Nun droht der Kneipe die Zwangsräumung. Was Zossen damit zu tun hat? Zelos-Geschäftsführer Goran Nenadic hat seinen Firmensitz in Zossen. Offenbar hat er dutzende Immobilienunternehmen als Briefkastenfirmen in der Stadt angemeldet. Sie alle teilen sich dieselbe Postadresse in der Baruther Straße 23. (die MAZ berichtete)

Auch unser Investor nimmt gern die Vorteile einer Meldeadresse hier im Niedrigst-Gewerbesteuer-Paradies Zossen wahr. So schloss sich DaWoEdekaMaWa mit Redebeitrag  an der Demo an und warf Nagel Grundinvest einen Brief im Briefkasten.

>> Presse MAZ

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Cornern am Sonntag!

Am Sonntag 7. Juli laden wir herzlich ein zum Cornern mit Weitblick und Stehleitern! Trotz Räumung und Bauzaun, wollen wir uns weiter mit der Nachbarschaft treffen an der Brache. Diesmal zum Wand dekorieren, Blicke über den Wand werfen, austauschen etc. Kommt zahlreich vorbei! Treffpunkt um 17 Uhr an der Brache vor dem Bauzaun, Braunschweiger Str. 21. Bringt Kreide, Leiter und Spass! Wir freuen uns auf euch!

 

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